Stilrichtungen

Epochen und Stilrichtungen der Kunst

Die Einteilung der Kunst in Epochen und Stilrichtungen erfolgte seit dem 19. Jahrhundert durch die Disziplin der Kunstwissenschaft. Dabei arbeiteten die Kunstwissenschaftler anhand von vorgegebenen formellen Kriterien der entstandenen Kunstwerke und auf Basis der Unterteilungen der allgemeinen Weltgeschichte. Die prähistorische Kunst fällt in die so genannte Vorgeschichte, welche den Zeitraum vom Anfang der Menschheit bis hin zur Entwicklung der Schrift umfasst.

Darauf folgt die Periode der Kunst der Antike, die die griechische, römische, mesopotamische und ägyptische Kunst in sich vereint. Auf die Antike folgt das Mittelalter mit seinen Teilbereichen der frühchristlichen und byzantinischen Kunst, der Vorromanik und Romanik und der Gotik.

Damit beginnt die Kunst der Neuzeit, welche durch die Renaissance in der Zeit des 15. und 16. Jahrhunderts eingeleitet wird. Das Vorbild dieser Stilrichtung ist noch die Antike mit ihren klassischen Ordnungsprinzipien und Proportionen. Während des Manierismus in der Zeit der Hochrenaissance werden diese harmonischen Prinzipien allerdings mehr und mehr zugunsten einer Betonung der Gegensätze und Asymmetrien dynamisiert.

Die Stilrichtung des Barock umfasst ungefähr die Zeit von 1650- 1750 und breitet sich von Italien über ganz Europa aus. Ihre Merkmale sind die organischen und dynamischen Kompositionen, eine stark illusionistische Malweise und die Darstellung des Göttlichen und des Weltlichen zugleich. Der Spätbarock wird oft auch als Rokoko bezeichnet, eine Stilrichtung die besonders dem Lebensgefühl und Kunstgeschmack des französischen Adels mit seinen pompösen Ausschweifungen und Feierlichkeiten entspricht.

Schließlich bildet der Klassizismus zwischen 1770 und 1840 das künstlerische Gegenprogramm und wird seinerseits von der gefühlsbetonten Romantik und anderen Stilrichtungen wie dem Historismus (1850-1895) und dem Realismus (1850-1895) abgelöst.

Die Epoche der Moderne beginnt ungefähr 1842 und ist zergliedert in zahlreiche Stilrichtungen.

Die Wichtigsten unter ihnen sind in chronologischer Reihenfolge der Impressionismus, der Symbolismus, der Jugendstil, der Expressionismus, der Fauvismus, der Kubismus, der Futurismus, der Dadaismus, der Surrealismus, der Konstruktivismus, Art Déco, das Bauhaus, die Neue Sachlichkeit und der abstrakte Expressionismus.

Die Epoche, die der Moderne folgt und daher Postmoderne genannt wird, erschwert die Aufgliederung oder Zusammenführung der unterschiedlichen Kunstwerke zu einer Stilrichtung, da nun immer mehr Bewegungen nebeneinander zu existieren beginnen und die Übergänge von der einen zur anderen Bewegung fließend sind. Als bedeutende Strömungen der Postmoderne nach 1950 könnte man dennoch den Minimalismus, das Happening, die Fluxus-Bewegung, Performance, Videokunst, Konzeptkunst, Land Art, Body Art und die Neuen Wilden benennen.

Die aktuelle, zeitgenössische Kunst lässt sich eher noch nach Themen wie zum Beispiel politische Kunst oder feministische Kunst ordnen wobei jedes dieser Themen durch die unterschiedlichsten Gattungs- und Stilrichtungen ausgedrückt wird, genauso wie ein Künstler oft mehrere Medien oder Genres bedient.


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